Heilen mit Gift

Die meisten Menschen verbinden mit Bienenstichen Schmerzen und Schwellungen. Doch dass Bienengift auch als Heilmittel dienen kann, ist schon seit rund 4.000 Jahren bekannt.

Honigbienen produzieren nicht nur Honig, sondern auch Pollen, Bienenwachs, Bienengift, Gelee Royale und Propolis. In der sogenannten Apitherapie werden diese Produkte zu medizinischen Zwecken eingesetzt, beispielsweise zur Behandlung von Allergien, Nervenkrankheiten, Krebs, Erkältung, Husten, erhöhtem Cholesterinspiegel, Diabetes oder Verbrennungen.

Die Erkenntnis, dass die menschliche Gesundheit von den Produkten der Bienen profitieren kann, ist alles andere als neu. Die heilende Wirkung von Bienengift wird schon auf einer Tontafel aus der Zeit zwischen 2000 und 2100 v.Chr. beschrieben. Und bereits 1935 kam die aus Bienengift hergestellte Salbe Forapin auf den Markt. Diese und ähnliche Salben werden auch heute noch hergestellt, wenngleich sie wegen geringer Nachfrage schwer erhältlich sind. Um Bienengift zu sammeln, platziert man eine kleine Platte, die wie ein Grill aussieht, vor dem Eingang des Bienenstocks. Diese Platte besteht aus Metalldrähten, durch die Schwachstrom fließt. Jedes Mal, wenn die Bienen ihren Stock betreten oder wieder verlassen wollen, bekommen sie einen leichten Stromschlag und stechen daraufhin reflexartig mit ihrem Stachel in die Platte, um sich zu verteidigen. Das Gift, das sie dabei absondern, fließt auf eine Glasscheibe unter den Drähten. Dort trocknet es und lagert sich in Form von Kristallen ab. Die Bienen kommen dabei nicht zu Schaden. Weiterlesen

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