Globale Erwärmung und Wälder

Von Ahmet Tarık

Nimmt die Zahl und Schwere von Überschwemmungen, Dürren, die zu Hungersnöten und Todesfällen führen, Waldbränden, Wirbelstürmen und Eisschmelzen zu? Wenn dies der Fall ist, was ist der Hauptgrund dafür?

Leider ist es im Zuge des raschen industriellen Wachstums nach der industriellen Revolution zu einem bemerkenswerten Anstieg von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen und dadurch zu einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur auf der Erde gekommen. Nach den jüngsten globalen Auswertungen lag dieser Temperaturanstieg in den letzten 150 Jahren zwischen 0,4 und 0,8 °C. Nach den 80er-Jahren wurde diese Erwärmung deutlicher, und in fast jedem Jahr seither gab es neue Temperaturrekorde. Was die globalen Durchschnittstemperaturen anbelangt, so war 1998 das wärmste Jahr seit 1860, dem Beginn der Temperaturaufzeichnung mit Messgeräten. Man schätzt, dass die Durchschnittstemperatur der Erde im Vergleich zu 1990 um etwa 1 bis 3,5 °C gestiegen ist und dass sich die damit zusammenhängenden Veränderungen des Klimas fortsetzen werden. Was wird passieren, wenn die globale Erwärmung so weitergeht? Wir gehen davon aus, dass der Meeresspiegel aufgrund des Abschmelzens der Schnee- und Eiskappen ansteigen wird, dass sich die Klimazonen verschieben werden, dass heftige Regenfälle und Überschwemmungen häufiger auftreten werden, dass es vielerorts zu Austrocknungen und Dürren kommen wird und dass Epidemien und landwirtschaftliche Schädlinge zunehmen werden.

Treibhausgase und Treibhauseffekt

Ein Gewächshaus ist ein Raum, der in der Regel mit Glas- oder Plastikwänden abgedeckt ist und in dem Gemüse der frühen Saison und Zimmerpflanzen angebaut werden. Die Sonnenstrahlen können leicht in ein Gewächshaus eindringen, aber sobald sie auf den Boden treffen, werden sie in Wärmeenergie umgewandelt, wobei sich die Wellenlänge der Strahlen verkürzt und ihre Energie abnimmt. Infolgedessen können diese Strahlen mit kürzerer Wellenlänge das Gewächshaus aufgrund der Glas- oder Kunststoffwände nicht verlassen. Daher nimmt die Erwärmung des Gewächshauses zu, wenn immer mehr Strahlen eindringen. Wir nennen diesen Vorgang den Treibhauseffekt.

Analog werden einige Gase in den Schichten der Atmosphäre als Treibhausgase bezeichnet, da sie den gleichen Treibhauseffekt für die Erde verursachen. Zu diesen Gasen gehören Kohlendioxid, Methan, Stickstoffoxid, Ozon, Fluorchlorkohlenwasserstoff und Wasserdampf. Diese Gase lassen zwar die von der Sonne kommende Lichtenergie auf die Erde durch, aber verhindern, dass die entstehenden Infrarot-Wärmewellen in die höheren Schichten der Atmosphäre abstrahlen. Sowohl die Erde als auch die erdnahen Schichten der Atmosphäre werden durch diese Gase erwärmt. Wäre die Erde nicht von diesen Gasen umgeben, wäre sie schätzungsweise 33 °C kälter. Dieses empfindliche Gleichgewicht zwischen den Gasen in der Atmosphäre, das das Leben auf der Erde ermöglicht, wird durch den Menschen gestört. Er ist für die globale Erwärmung verantwortlich, die heute als Gefahr wahrgenommen wird.

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