Das perfekte Gedicht

Wie wäre es aus der vergangenen abendländischen Sicht?

Viele stellten sich schon diese Frage.

Vom mittleren Alter her fing es wohl an.
Steckt es vielleicht in der Bedeutung der tiefen Glaubenslage?

Und nichts anderes kommt an die Bibel und die Kirche heran.
Unantastbar hoch stehen diese Themen
Und der einzelne Mensch muss sich in der vorgegebenen Ordnung benehmen.

Ist vielleicht das die Antwort auf die Frage?

Oder muss in den Gedichten ein neu belebter Mensch in den Vordergrund rücken?
Um damit auszustopfen all diese großen, leeren Lücken?
Mit bedeutenden Ausdrücken, wie die Menschlichkeit oder Erneuerung.

Doch ist ein Gedicht in der Lage diese Worte zu legen in eine goldene Waage?

Muss ein perfektes Gedicht so rund, wie eine schiefe Perle sein?
Soll es vor Vergänglichkeit und Todesangst lähmen?
Oder kann es auch vom ewigen Leben und starkem Glauben erzählen?
Versucht es sich deshalb von aller Freiheit zu befreien?
Weil es selber nicht weiter weiß in dieser schwarzen, verpesteten Welt.

Klärt ein perfektes Gedicht die verschwommenen Gedanken der Menschheit auf?
Verleiht es denen wieder einen Mund, die seines weggaben?
Und gibt es denen wieder eigene Nahrung, die bisher nur von Anderen laben?
Und hilft es jedem aus einer niedrigen Existens in die höhere Stufe herauf?

Vielleicht sollte ein perfektes Gedicht hierzu noch alles im Andrang von einem Sturm mit sich reißen.
So plötzlich will es kommen und dann wieder Abschied nehmen. Wie im Gang des Wolfes sich in die Natur fest beißen.
Und im Geniewahn vernünftig und gefühlvoll zugleich überleben.

Reicht all das zur Perfektion?

Oder muss man dafür nach einer erstrangigen Klasse streben?
Seine gute Seele an die vollendete Sittlichkeit geben?
Im antiken Sinne Stil und Form miteinander vereinen?
Die Natur und das Wesen der Dinge miteinander aneignen.

Zuletzt liegt die Lösung vielleicht in einer ganz anderen Aktion?

In einer sinnlichen, abenteuerlichen Abwendung von jeglicher Kultur?

Gibt sich mit Hingabe der Natur.

Lebt sein Leben einfach ohne jegliche Komplikation.

Leistet in einem Dorf voller Eichen in einer phantastischen Mondnacht seinen Schwur.

Was auch immer ein perfektes Gedicht ist,
ich glaube, dass wichtigste ist:
Es muss Dir gefallen…

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4 Gedanken zu „Das perfekte Gedicht

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