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Dialog buecher

Veröffentlicht am März 26th, 2015 | von Samet Er

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Dialogansätze im Koran und im Leben des Propheten


Unterstellungen und Vorurteile gehen häufig auf Unwissenheit zurück. Ein gutes Mittel dagegen ist Dialog. Dieser wird auch von den Weltreligionen begrüßt.

Im Lexikon finden sich folgende Definition für den Begriff Dialog: „mündliche oder schriftliche Rede; Gespräch; Verständigung und Annäherung von zwei unterschiedlichen Charakteren oder Gruppen, die die Absicht haben, ihr Gegenüber kennenzulernen.“ Wer Dialog führt, trifft die bewusste Entscheidung, sich mit Menschen auf einen gemeinsamen Weg zu begeben, die über einen anderen Glauben, Lebensstil, Beruf oder Status verfügen, die eine andere Hautfarbe haben, eine andere Sprache sprechen etc. Sich auf einen gemeinsamen Weg zu begeben bedeutet nicht nur, sich gegenseitig mit Informationen zu überhäufen, sondern auch zusammen zu essen, zu lachen, zu trauern, zu feiern oder zu reisen. Zu den wichtigsten Dialogvoraussetzungen gehört es, den Gesprächspartner so zu akzeptieren, wie er ist mit allen seinen Eigenarten -, guten Willen zu zeigen und die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen.

Der Prophet Muhammad betrachtete Muslime als Glaubensbrüder und Nichtmuslime als Nachbarn, Freunde und Mitmenschen.

Ein religiös geprägter Dialog lässt sich analog dazu als Verständigung, Austausch und Annäherung von zwei unterschiedlichen religiösen Richtungen definieren. Inwieweit aber ist dieser religiöse Dialog in den beiden islamischen Hauptquellen, dem Koran und der Sunna, verwurzelt? Was sagt der Koran zum Thema Dialog? Wie sind die Koranverse zum Thema Dialog zu verstehen, sind sie eher speziell oder universell gültig? Welche Hinweise liefert die Sunna bzw. das Leben des Propheten in dieser Hinsicht? Wie ging er mit andersgläubigen Zeitgenossen um?

Dialogansätze im Koran

Kritiker behaupten, der Koran würde einen Dialog nicht befürworten. Als Beleg führen sie an, der Koran kritisiere Christen, Juden und Polytheisten zum Teil scharf. Wie sind solche Stellen mit einem Dialogverständnis zu vereinbaren? Ein dem Wort Dialog direkt entsprechender Begriff findet sich weder im Koran noch in der Sunna, und doch geht es in beiden Quellen an vielen Stellen um Themen wie Dialog und Toleranz. Der Dialogansatz des Korans erstreckt sich zum Teil auf die Buchbesitzer, Juden und Christen, und zum Teil auf alle Menschen, unabhängig von ihrem Glauben. Der Koran ruft zu Akzeptanz, Respekt und Gemeinschaft auf. In Vers 49:13 etwa steht geschrieben, dass die Menschen aus einem einzigen Paar von Mann und Frau erschaffen und zu Völkern und Stämmen gemacht wurden, damit sie einander kennenlernen, d.h. miteinander Dialog führen mögen.

An keiner einzigen Stelle kritisiert der Koran das Christentum oder das Judentum in ihrem Ursprung.

Der Koran betont, wie wichtig es ist, dass wir Menschen unsere Mitmenschen und unsere Umwelt besser zu verstehen lernen. Das schließt andere Religionen mit ein. Schon in den ersten Suren und Versen des Korans werden die Muslime auf wichtige Dialogansätze hingewiesen: Weiterlesen

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