Die Eierindustrie: Selektion, Massenmord und Ausbeutung

Jährlich werden circa 50 Millionen männlicher Küken lebendig geschreddert oder vergast.

Jeder Deutsche konsumiert im Jahr durchschnittlich 233 Eier – mit steigender Tendenz. Leider hinterfragen die wenigstens Konsumenten, woher diese Eier stammen und unter welchen lebensverachtenden Bedingungen sie produziert werden. Eier sind zur Massenware geworden. Die Züchtung wird immer mehr auf Maximalerträge ausgerichtet, wobei das Tierwohl eine untergeordnete bis überhaupt keine Rolle spielt.

Masthühner und Eier legende Hühner

Derzeit leben in Deutschland circa 48 Millionen Legehennen. 3,5 Millionen davon befinden sich in ökologischer Haltung, was bedeutet, dass die Anzahl der Tiere auf maximal sechs Stück pro Quadratmeter und 3000 Tiere pro Stall begrenzt ist. Zusätzlich stehen jedem Tier vier Quadratmeter Auslauf zur Verfügung. Wenn das schon das Luxusleben einer Legehenne beschreibt, möchte man sich das Leben der Mehrzahl der Tiere in nicht-ökologischer Haltung nicht vorstellen.

In der Hühnerindustrie werden zwei Zuchtstrecken unterschieden: Masthühner und Eier produzierende Hühner. Masthühner legen enorm schnell an Gewicht zu und können schon nach einer Lebensdauer von circa sechs Wochen geschlachtet werden. Sie dienen dem Fleischgewinn. Die Hühner, die Eier legen, nehmen langsamer an Gewicht zu und investieren ihre körperlichen Ressourcen in die Massenproduktion von Eiern.

Brütereien als Hochleistungsbetriebe

Die Elterntiere kommen meist aus riesigen Brütereien, die auf Hochleistungszucht ausgelegt sind. Die Hühner dort legen außerordentlich viele Eier, was mit Qualen für das Tier verbunden ist. Ein Bankivahuhn, das wildlebende Urhuhn, wie es uns von Gott gegeben wurde, legt im Jahr circa 18 Eier. Ein Zuchthuhn hingegen wurde vom Menschen genetisch so verändert, dass es im Jahr bis zu 300 Eier legen kann. Diese Tiere haben eine niedrige Lebenserwartung, da ihre Körper durch die extremen Strapazen, die das Legen so vieler Eier mit sich bringt, ausgezehrt sind. Wenn sie nicht mehr in der Lage sind, genug Eier zu produzieren, werden sie getötet und durch neue Hennen ersetzt.

Männliche Küken: Abfall der Eierindustrie

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