Guter Mensch – glücklicher Mensch

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Wie unterscheiden wir zwischen richtig und falsch? Welche Mechanismen kennzeichnen moralisches Handeln? Warum sind Menschen dazu bereit, sich für andere aufzuopfern? Woran erkennen wir hohe moralische Werte und rechtschaffene Menschen in der Gesellschaft, und weshalb verehren wir sie? Fragen wie diese haben die Köpfe von Intellektuellen schon immer beschäftigt und werden es auch in Zukunft tun.

Der folgende Beitrag erhebt nicht den Anspruch, allgemeingültige Antworten zu liefern, sondern fasst lediglich die Ergebnisse von zwei neuen wissenschaftlichen Arbeiten zusammen, die in den amerikanischen Zeitschriften Science und Nature erschienen sind. Es handelt sich um interessante Forschungen zur sozialen Ethik und moralischem Verhalten. Anschließend möchte ich es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, überlassen, Ihre eigenen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

Der in der Zeitschrift Science veröffentlichte Artikel präsentiert eine Kette von Beweisen dafür, dass es uns glücklich macht, andere Menschen finanziell zu unterstützen. Der Nature-Artikel dagegen gelangt zu einer – vielleicht – noch überraschenderen Erkenntnis: Schon Kleinkinder, die noch nicht sprechen können, wissen soziales Verhalten zu schätzen und bevorzugen offenbar Menschen, die anderen helfen. Demnach spricht also einiges dafür, dass wir nicht nur glücklicher werden, wenn wir anderen Gutes tun, sondern uns auch zu Menschen hingezogen fühlen, die anderen Gutes tun – und das sogar bereits in frühester Kindheit.

Andere Menschen finanziell zu unterstützen, macht glücklich

Um herauszufinden, wie sich die finanzielle Unterstützung anderer Menschen auswirkt, forderten Forscher der Universität Vancouver in Zusammenarbeit mit einem Wissenschaftler von der Harvard-Universität eine repräsentative Gruppe von 632 Amerikanern zunächst dazu auf, ihr allgemeines Wohlbefinden zu bewerten, ihr jährliches Einkommen zu beziffern und zu schätzen, wie viel sie monatlich ausgeben für: a) Rechnungen und Unkosten, b) Geschenke für sich selbst, c) Geschenke für andere und d) wohltätige Zwecke.Dann wurden die Punkte a und b gemittelt, um einen Vergleichswert für die persönlichen Ausgaben zu erhalten, und die Punkte c und d, um einen Vergleichswert für Ausgaben zu Gunsten anderer zu erhalten. Die Analyse dieser Daten ergab, dass… Weiterlesen

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